Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach

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Geschichte

Geschichte der FF Tiefenbach

 

In den Jahren 1873 und 1874 forderten die königlichen Bezirksämter die Gemeinden auf, zur Verbesserung des Feuerlöschwesens Feuerwehren zu gründen. Wiederholte und oftmals verheerende Brandkatastrophen waren der Anlaß dazu. Die Mentalität der Niederbayern "Eile hat Weile" erfuhr auch trotz mehrmaliger Androhung von disziplinarischen Maßnahmen keine Einbuße. So geschah es, daß viele Gemeinden nur zögernd und nach mehreren Jahren dieser Aufforderung nachkamen. Auch in Tiefenbach wurde die Freiwillige Feuerwehr erst 1880 (das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt) gegründet. Besonderen Wert legten die Bezirksämter auf die Freiwilligkeit in dieser Hilfsorganisation.

Finanzielle Sorgen schien die Wehr vor der Jahrhundertwende nicht gekannt zu haben, da eine vom Bezirksamt zugedachte Unterstützung von 50 DM nicht abgeholt wurde, sondern vom Bezirksvertreter nachgetragen werden mußte. (passiert im Jahre 1886)

Um das Jahr 1890 wurde die erste Saug- und Druckpumpe, eine handbetriebenes Gerät, angeschafft, die ihren Dienst so recht und schlecht bis 1948 leistete. Ein Kriegsmodell TS 8 der Magiruswerke löste den Veteranen aus dem 19. Jahrhundert ab. Bereits 1957 mußte diese nach mehreren Attacken einer modernen Metz TS 8 weichen, die lange ihren Dienst leistete. Ein modernes Löschfahrzeug LF8 mit Vorbaupumpe wurde 1967 in Dienst gestellt und in den folgenden Jahren mit Schaumausrüstung, 4 Preßluftatmern und einem Funkgerät Fug 7 b bestückt. Dieses zur damaligen Zeit sehr moderne Gruppenfahrzeug hat die Wehrmänner 26 Jahre lang begleitet. Interessant wäre noch zu wissen, daß der Gesamtpreis dieses Fahrzeuges 31.000 DM betrug, wovon die Gemeinde nach Abzug der Zuschüsse von Staat, Landkreis und Brandversicherung noch 13.000 DM zu bezahlen hatte.

Newsbilder: img_g_2.jpg Das alte Feuerwehrhaus, ein angemieteter Raum in der Stallung der Reichardtbrauerei wurde 1964 durch ein in Gemeinschaftsarbeit der Wehrmänner erbautes geräumiges Löschgerätehaus ersetzt.

Im Zuge der Nachbarschaftshilfe mußte die Wehr zwei mal nach Bombenangriffen zu Löscheinsätzen nach Landshut. Zu den schlimmsten Jahren in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbach zählt wohl das Jahr 1956; drei landwirtschaftliche Anwesen wurden innerhalt von sechs Wochen vom Feuer vernichtet.

Die Wehr erlebte in ihrer Geschichte nicht nur harten Dienst bei Brandfällen und ähnlichen Katastropen, sondern auch schöne und kameradschaftliche Stunden. Der Feuerwehrball am ersten Sonntag nach Heilig Drei König war Tradition und ein Markstein im gesellschaftlichen Leben des Ortes. Eine Christbaumversteigerung sorgte auch schon früher für die Auffrischung der Vereinskasse.

 

Newsbilder: img_g_1.jpg Die Anschaffung und Weihe einer neuen Standarte 1899 war zu dieser Zeit ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte.

Am 13. Juli 1930 wurde das 50jährige Bestehen gefeiert. Die Freiwillige Feuerwehr Eching war damals Patenverein. Das Wetter soll sich nicht von der besten Seite gezeigt haben.

Newsbilder: img_g_3.jpg Anders war es zur 80-Jahr Feier mit Fahnenweihe am 29. Mai 1960. Strahlender Sonnenschein belohnte die Bevölkerung und die Wehrmänner für die getroffenen Vorbereitungen. Fahnenmutter war Frau Maria Paintner. Die Freiwillige Feuerwehr Ast stand Pate bei der Weihe der neuen Fahne und Staatssekretär Dr. Franz Lippert hatte die Schirmherrschaft übernommen.

 

 

Zeitungsbericht vom 31. Mai 1960:


"Es ist ein sinnvoller Brauch eine Fahne zu weihen"

Feuerwehr Tiefenbach beging 80jähriges Stiftungsfest mit Fahnenweihe

Tiefenbach. Pünktlich um 5 Uhr früh donnerten am Sonntag die ersten Böllerschüsse und klang das Geläut der Kirchenglocken durch das Tal. Die Feuerwehr Tiefenbach begann in aller Festlichkeit ihren großen Tag, der schon Monate vorher von dem rührigen und aufgeschlossenen Feuerwehrkommandanten Georg Gahr und seinem Festausschuß vorbereitet wurde. Wir berichteten bereits gestern kurz darüber. Unter den Klängen der Blaskapelle "Jung-Buch" marschierte die Jubelwehr durch das Dorf und holte die Fahnenjungfrauen und den Bürgermeister ab. Anschließend wurde der Patenverein, die Freiwillige Feuerwehr Ast, festlich empfangen. Ein feierlicher Zug geleitete die Fahnenmutter, Frau Marielle Paintner, zum Festplatz. Allmählich trafen auch die Abordnungen der angekündigten 53 Vereine ein. Um 9.30 Uhr hatten sich alle zum gemeinsamen Kirchgang vor dem Festzelt versammelt. Ein farbenfrohes Bild bot der Festzug den Betrachtern. Viele Gäste von auswärts waren in das idyllisch gelegene Dorf gekommen, um diesen Festtag mitzuerleben.

In den Reihen der Ehrengäste sah man den stellvertretenden Landrat Toni Beck. Kreisbrandinspektor Brunner, den Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten, 0berlehrer i. R. Willi Buchstett und Hauptlehrer Händlmayer von Ast. Es formierte sich ein prächtiger Zug, voran die Ehrenjungfrauen mit der Fahnenmutter, an sie anschließend die Feuerwehren der näheren und weiteren Umgebung. Vor der, auf dem Berg liegenden Ulrichskirche, war der Altar aufgebaut.

Den Festgottesdienst hielt der in Ast beheimatete Kaplan Ignaz Blenninger, der eigens zu diesem Fest aus München gekommen war. Er sagte in seiner Predigt: "Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes steht eine Fahne, die geweiht werden soll. Aus diesem Grunde hat sich eine große Gemeinde eingefunden, um das Wort Gottes zu hören und Kraft zu schöpfen für den Alltag." Dann nahm er drei Andenkenbänder als Sinnbild und führte aus, er möchte auf jedes dieser Bänder einen Spruch schreiben: 1. den treuen Glauben an Gott, 2. die Liebe zur Heimat und als drittes das Gedenken an die Toten. Mahnende Worte fand er für diejenigen, die sich in der heutigen, modernen Zeit eine Religion nach eigenen Gesichtspunkten aufbauen möchten, und das Geldverdienen vor die Existenz Gottes setzen. Er warnte vor dem Materialismus, da er geeignet ist, das Wort Gottes aus den Herzen zu verdrängen. Zum zweiten Sinnbild fand er liebevolle Worte für die Gemeinde Tiefenbach, in deren unmittelbarer Nachbarschaft er groß geworden ist und meinte: "Der Ausgangspunkt eines jeden Menschen auf seinem Lebensweg ist das Elternhaus, deshalb soll man es immer lieben und achten."

Am Ende seiner Predigt kam er auf die Toten zusprechen, besonders auf diejenigen, die auf den Schlachtfeldern von zwei Weltkriegen verbluteten. Nach der Predigt segnete er die Fahne. Dann senkte sich die neue Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbach und die des Patenvereins Ast, während dabei Böllerschüsse ertönten und die Musik ein Loblied auf Gott anstimmte.

Nach dem Gottesdienst gedachte man am Kriegergrab der gefallenen und vermissten Kameraden. Feuerwehrkommandant Georg Gahr legte einen Kranz nieder. Dazu spielte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden. Alle Vereine, die mit ihren Fahnen den Altar umsäumten, marschierten nun zum gemeinsamen Mittagsmahl ins Gasthaus Wittmann zurück. Um 14 Uhr zog der Festzug durch das Dorf. Anschließend fand die Bänderverteilung statt. Die Bänder der Fahnenmutter und der Jungfrauen wurden an die neue Fahne der Tiefenbacher Wehr geheftet. Der Kommandant dankte allen, die der Feuerwehr die Ehre gaben, und das Fest durch ihre Teilnahme verschönerten. Sein Dank galt vor allem Staatssekretär Dr. Franz Lippert. Außerdem bedankte er sich bei dem stellvertretenden Landrat Toni Beck, Kreisbrandinspektor Brunner, der Fahnenmutter und den Fahnenjungfrauen. Sein weiterer Dank galt dem Bürgermeister als Vorstand der Wehr, und dem Gemeinderat.

Anschließend überbrachte Staatssekretär Dr. Lippert die Grüße des Innenministers Goppel, der selbst ein Freund der Feuerwehren ist, und des Landrats Graf Spreti, der leider durch eine ältere Verpflichtung verhindert war, am Fest teilzunehmen. Dann würdigte er die Aufgaben der Feuerwehr, die selbstlos so manche Opfer auf sich nehmen müsse, um das Hab und Gut ihrer Mitmenschen zu schützen. Das Schönste an einem Feuerwehrverein ist die Kameradschaft, die die einzelnen Mitglieder unlösbar miteinander verbindet.

Den Festtag beschloss eine lustige Tanzveranstaltung.

 

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Kaplan Blenninger (München) segnete die neue Fahne der Tiefenbacher Feuerwehr.



Einen enormen Erfolg hatte die Wehr am 29. Juni 1955 zu verzeichnen. Bei der im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages in Oberköllnbach von sechs Wehren ausgetragenen Wettkampfübung gingen die Tiefenbacher als Sieger hervor.

Newsbilder: img_g_4.jpg Der Kreisfeuerwehrtag 1958 wurde am 13. Juli 1958 in Tiefenbach abgehalten. Die Tiefenbacher Kirche diente dabei als Übungsobjekt. Die Übung wurde ausgeführt von den Wehren Adlkofen, Reichersdorf, Zweikirchen und Tiefenbach unter Leitung des damaligen Kreisbrandmeisters Anton Pöllmann. Zu den Ehrengästen zählten: Landrat Graf von Spreti, Staatssekretär Dr. Franz Lippert, Kreisbrandinspektor Georg Brunner Oberschönbach, Stadtbrandinspektor Hans Bauer Landshut, Bürgermeister Josef Pflügler Tiefenbach und einige Bürgermeister aus dem Landkreis Landshut. Bei der anschließenden "Manöverkritik" im Gasthaus am Tiefenbach wurden 50 verdiente Wehrmänner der Gemeinden Ast, Eching, Kronwinkl, Viecht und Tiefenbach von Landrat Graf von Spreti mit dem vom Bayerischen Staat 1953 geschaffenen Feuerwehrehrenzeichen in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet.

1980 feierte man das 100 jährige Bestehen. Zu diesem Anlass wurde die neu restaurierte Fahne in einem feierlichen Feldgottesdienst geweiht. Insgesamt 61 Abordnungen von Feuerwehren und anderen Vereinen nahmen am Festzug durch die Straßen Tiefenbachs teil.

 

 

Bericht aus der Landshuter Zeitung:


Das Vermächtnis der Gründer wurde erfüllt

Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach beging ihr 100. Jubiläum - Weihe der neuen Fahne bei einem Feldgottesdienst - Insgesamt 61 Abordnungen von Feuerwehren und Vereinen nahmen am Festzug durch die Strassen Tiefenbachs teil.

Tiefenbach. Die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach feierte am Wochenende ihr l00jähriges Bestehen. Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten war gestern die Weihe der neuen Fahne bei einem Feldgottesdienst, den Pfarrer Alois Gantenhammer auf einer Wiese hinter dem Rathaus von Tiefenbach hielt. Eigentlich war es die zweite Weihe der Fahne, die schon 1960 angeschafft und jetzt zum 100. Jubiläum renoviert worden war. Mit einem großen Festzug durch die Straßen Tiefenbachs fanden gestern Nachmittag die offiziellen Feierlichkeiten ihren Abschluss, die bereits am Freitag mit der Bierprobe nach dem Anzapfen durch Bürgermeister Johann Beck begonnen hatten.

Nach einem Standkonzert der Partenkirchener Blaskapelle, die die Festlichkeiten am Samstag und Sonntag lautstark umrahmte, marschierten die Tiefenbacher Wehr und ihr Patenverein aus Ast vom Rathaus zur Totenehrung auf den Friedhof oberhalb von Tiefenbach. Den Gottesdienst für die Gefallenen und Vermissten sowie die Verstorbenen der Tiefenbacher Wehr hielt Pfarrer Gantenhammer in der überfüllten Kirche. Anschließend legte Kommandant Gahr am Ehrenmal auf dem Friedhof einen Kranz nieder.

Im geräumigen Festzelt konnte am Samstagabend Kommandant Kreisbrandmeister Gahr eine ganze Reihe prominenter Gäste begrüßen, unter ihnen waren auch Schirmherr MdB Hans Paintner, MdB Dr. Fritz Zimmermann, Senator Toni Beck, MdL Ludwig Meyer, MdL Dietmar Franzke, Landrat Hans Geiselbrechtinger, 1. Bürgermeister und Feuerwehrvorstand Hans Beck, Kreisbrandrat Sebastian Finsterhölzl, Stadtbrandrat Elmar Schlittmeier, Regierungsdirektor Werner Zwing sowie die Fahnenmütter von 1960, Maria Paintner, und 1980, Hildegard Schmerbeck. Gahr hieß auch die Blaskapelle Partenkirchen willkommen, die mit schmissigen Weisen für Stimmung sorgte; für deftigen Humor zeichnete der "Singende Müller" aus Altfraunhofen verantwortlich.

Bürgermeister und Feuerwehrvorstand Hans Beck blendete in seiner Ansprache auf die Gründungszeit vor hundert Jahren zurück. Es sei eine Verpflichtung, so meinte Beck, der Gründungsmitglieder zu gedenken, die aus dem Nichts eine Selbsthilfeorganisation aufgebaut hätten, die sich im Lauf der Jahre zu einer schlagkräftigen Truppe entwickelt habe. Die Feuerwehr habe heute vielfältige Aufgaben zu erfüllen, an die zur Gründungszeit bestimmt noch niemand habe denken können. Dank gelte aber auch denjenigen, die das Vermächtnis der Gründer erfüllten und der Tiefenbacher Feuerwehr dazu verhalfen, eine Schlagkraft wie niemals zuvor zu bekommen.

Beck dankte auch den Organisatoren des Jubiläumsfestes. Besonders Kommandant Gahr gebühre Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für die Gestaltung des Festes. Für eine Feuerwehr, die nicht nur dem Nächsten Schutz gewährt, sondern es auch versteht, so schöne Feste wie das 100. Jubiläum zu feiern, lohne es sich einzutreten, meinte Beck abschließend. Die Gemeinde werde die Feuerwehr auch weiterhin unterstützen, versprach der Bürgermeister.

Schirmherr MdB Hans Paintner bedankte sich für die Ehre, die ihm mit der Übernahme der Schirmherrschaft zuteil wurde. Als Tiefenbacher freue es ihn ganz besonders, dass die Feuerwehr zu ihrem Jubiläum so viele Ehrengäste in die kleine Gemeinde lockte. Die Feuerwehr Tiefenbach habe immer Männer in ihren Reihen gehabt, die sich sehen lassen konnten, sagte Paintner weiter. Gerade die jetzige Führung beweise dies. Hans Beck sei seit 15 Jahren Vorstand und Kreisbrandmeister Gahr seit 23 Jahren Kommandant. Paintner wies auch darauf hin, dass in der Bundesrepublik rund 800 000 Feuerwehrmänner Dienst tun, unter denen jährlich 15 bis 20 Tote zu beklagen seien, die ihr Leben im Feuerwehreinsatz verlieren.

Landrat Hans Geiselbrechtinger wies darauf hin, dass Kardinal Ratzinger einmal gesagt habe, eine Predigt, die länger als zwölf Minuten dauere, sei vom Teufel. Der Landrat nahm sich dies Wort zu Herzen und fasste sich kurz. Er sprach den Tiefenbacher Feuerwehrmännern seine Glückwünsche zum Jubiläum aus und freute sich gleichzeitig über die "stramme Fahnenmutter und die reschen Ehrendamen". Das Fest soll eine bleibende Erinnerung sein und Impulse für die Zukunft geben, wünschte der Landrat.

Auch MdB Dr. Fritz Zimmermann fasste sich kurz und sprach der Tiefenbacher Feuerwehr seine Glückwünsche aus. Schon beim Einfahren in die Ortschaft habe er gesehen, dass man hier zu feiern verstehe. Die geschmückten Straßen und Häuser hätten ihn tief beeindruckt.

Zum Festgottesdienst am Sonntag waren insgesamt 53 Feuerwehren aus der ganzen Umgebung mit Abordnungen erschienen. Außerdem marschierten im Kirchenzug acht Vereine aus Tiefenbach mit. Alle Abordnungen hatten ihre Fahnen mitgebracht. Pfarrer Gantenhammer sprach in seiner Predigt von hundert Jahren selbstlosen Einsatzes der Tiefenbacher Feuerwehr für den Nächsten und dessen Hab und Gut. Das Feuer sei Freund und Feind des Menschen, meinte der Pfarrer. Als Freund des Menschen sei es im häuslichen Herd zu hüten. Heiliges Feuer solle auch in der Familie glühen, wo es das Symbol der Treue und der Zusammengehörigkeit sei.

Nach der Weihe der Fahne wurden die Fahnenbänder angeheftet, bevor es unter dem Klang mehrerer Kapellen zum Festzelt zurück ging, wo die Erinnerungsbänder verteilt wurden. Beim Festzug am Nachmittag zogen die Abordnungen der 61 Feuerwehren und Vereine noch einmal durch das geschmückte Tiefenbach, bevor das schöne Fest im 2000-Mann-Zelt mit der Blaskapelle Partenkirchen ausklang.

 

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Die Fahnenmutter mit den Festdamen



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Gruppenfoto des Jubelvereins




Im Laufe der Jahre wurde das alte Feuerwehrgerätehaus zu klein und man beschoss den Bau eines neuen Gerätehauses. Am 5.8.1990 war es schließlich so weit. Das neue Gerätehaus ist im Rahmen der 110-Jahr-Feier eingeweiht worden. Dazu waren die Ortsfeuerwehren und Ortsvereine eingeladen.

Newsbilder: img_g_5.jpg Verschiedene Mängel am alten Löschfahrzeug veranlasste die Gemeinde 1992 ein neues, den Ansprüchen der Zeit entsprechendes Löschfahrzeug anzuschaffen. Nach längeren Überlegungen entschied man sich für ein LF 16/12 mit einem Löschwasserbehälter für 1.200 Liter Wasser und der technischen Hilfeleistungsgeräte einschließlich Rettungsspreizer. Von der Firma GFT in Bad Friedrichshall wurde der Gesamtaufbau auf ein MAN Fahrgestell montiert. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf etwa 450.000 DM, wobei man von Staat, Landkreis und Brandversicherung ca. 60% Zuschüsse erhielt.

Ab 1. August 1995 übernahm die Feuerwehr Tiefenbach die Aufgabe der "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung" (UG-ÖEL) für den Landkreis Landshut, die im Katastrophenfall oder sonstigen großen Schadensereignissen alarmiert wird. Dazu bekam sie ein Katastrophenschutzfahrzeug.

Ende 2001 wurde die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach in das vom Amtsgericht geführte Vereinsregister eingetragen. Seitdem ist die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach "eingetragener Verein" (e.V.).

Vom 10. - 13. Juni 2005 beging der Verein die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen. Den Höhepunkt dieses Gründungsfestes bildete der Festgottesdienst mit der Weihe der restaurierten Fahne. Patenverein war die FF Ast, die Schirmherrschaft übernahm Bügermeister Georg Schmerbeck.


Bericht aus der Landshuter Zeitung:

 

125 Jahre Feuerwehr wurde gebührend gefeiert

 

Tiefenbach.  Tiefenbach feierte drei Tage lang ein schillerndes, in jeder Beziehung beeindruckendes Fest, das dem 125-sten Geburtstag der Feuerwehr galt. Wichtigstes Zeremoniell war dabei die Weihe der neurestaurierten Fahne im Beisein der politischen Prominenz, der Namhaften der Wehr, des Patenvereins Ast, der insgesamt 80 örtlichen Verbände und Feuerwehren aus dem Landkreis.

Landrat Josef Eppeneder lobte vor allem die Jugendarbeit im Verein und Schirmherr und Bürgermeister Georg Schmerbeck zollte den Männern in Uniform jede Menge Anerkennung für die geleistete Arbeit im Dienste der Allgemeinheit. Von prägendem Solidargedanken und von Gemeinschaftsgeist sprach ein gutgelaunter Kreisbrandrat Georg Gerner, persönlich beglückwünschte er den Vorsitzenden der Tiefenbacher Wehr, Georg Gahr, sowie den ersten Kommandanten Martin Hobmeier. Anwesend beim Festgottesdienst war auch Landtagsabgeordnete Gertraud Goderbauer, MdB Dr. Wolfgang Götzer kam pünktlich zum Festumzug.

"Empfangen und Geben" sei durchaus stimmig für einen Verein, "wo nicht nach Werteinheiten gemessen wird" und "wo Menschen mit der Bereitschaft da sind, anderen Hilfe anzubieten", sagte Pfarrer Martin Bickl in seiner treffenden Predigt. Feuerwehren seien ein ausgezeichnetes Beispiel für eine funktionierende Basis im Zusammenleben von Menschen und verglich in seinem "Die Feuerwehr ist umsonst" den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Menschen, der andererseits auch Zufriedenheit und Anerkennung bringt. Mitzelebranten beim Gottesdienst waren Pfarrer Winfried Gabrüsch und Feuerwehrseelsorger Diakon Andreas Maier. Mit der Haydn-Messe umrahmte der Kirchenchor Tiefenbach unter Leitung von Evi Riedmüller den festlichen Gottesdienst unter freiem Himmel inmitten der Ortschaft.

Nach der Segnung der Fahnenbänder hefteten Fahnenmutter Ria Hobmeier das Festmutterband, Monika Hobmeier das Band der Festbraut und Uschi von Kuepach, Julia Stangl sowie Jenny Zeilbeck das Band der Festdamen an die Traditionsfahne. Martina Braun überbrachte das Erinnerungsband des Patenvereins Ast, Sigrid Amann, Christine Pichlmeier und Martina Hobmeier das Band des Jubelvereins für den Patenverein. Das Trauerband überreichten Monika Rieder, Melanie Resch und Evi Paintner.

Strahlende Gesichter, farbenfrohe Kleider der Festdamen, dazu ein tausendfaches "Hallo" und beifallzollende Zuschauer von überall her gab es dann beim Festumzug am Sonntag durch den herausgeputzten Ort, angeführt von den Pleiskirchner Musikanten, den Spielmannszügen Siegenburg und Oberaichbach, den Haunwanger Musikanten und der Aster Blaskapelle.

Für die Mitglieder des Jubelvereins war es ein beachtliches Stück Arbeit, dem in die Dorfgeschichte eingehende Fest den würdigen Rahmen zu geben. Ohne die Unterstützung des Patenvereins Ast und der Dorfbewohner wäre das aber niemals zu schaffen gewesen. So fand ein harmonisches, wunderbares Fest ohne Pannen - aber mit spürbarer Wehmut am Abend - seinen Ausklang.

 

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Die Fahnenmutter mit den Festdamen und den Begleitmädchen



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Gruppenfoto des Jubelvereins

Damit die Feuerwehr Tiefenbach auch weiterhin die ihr übertragene Aufgabe der "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung" (UG-ÖEL) für den Landkreis Landshut verlässlich erfüllen kann, wurde im Mai 2007 das alte, in die Jahre gekommene Katastrophenschutzfahrzeug durch ein modernes Fahrzeug ersetzt. Dieses Fahrzeug vom Fabrikat Mercedes ist dank der umfangreichen Funk- und EDV-Ausstattung besonders für den Einsatz im Katastrophenschutz geeignet.

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Im Rahmen des Florianiamts am 25.04.2009 wurde Martin Hobmeier als Anerkennung für seine 18 jährige Tätigkeit des ersten Kommandanten zum Ehrenkommandanten der FF Tiefenbach ernannt.

 

Quelle: Festschrift 1980 und andere Aufzeichnungen



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