Der Sonntag, 12.06.2016, war ein großer Tag für die Feuerwehr Tiefenbach. Zum einen konnte der Feuerwehranbau, zum anderen das neue Mannschaftstransportfahrzeug offiziell in Dienst gestellt werden. Dem Festakt wohnten zahlreiche Gäste und Kameraden der umliegenden Feuerwehren bei. Im Mittelpunkt der Festansprachen stand vor allem das herausragende Engagement der Floriansjünger, die etwa 1600 Arbeitsstunden für den Aufbau geleistet hatten.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst im ehemaligen Wirtsgarten, der von Pfarrer Winfried Gabrüsch und Diakon Andreas Meier zelebriert wurde. Angeführt von der Aster Blaskapelle zog man mit den Ortsfeuerwehren zum Feuerwehrgerätehaus, wo Vorsitzender Georg Gahr alle Gäste begrüßte. Nach den Fürbittgebeten segnete Pfarrer Gabrüsch den Feuerwehranbau und den neuen Mannschaftstransportwagen.

Bürgermeisterin Birgit Gatz würdigte in ihrem Grußwort vor allem den Einsatz und die Eigenleistung der Feuerwehrangehörigen: „Ohne euren Einsatz stünden wir heute nicht vor dieser neuen Fahrzeughalle. Mit eurem Engagement macht ihr dem Namen Ehrenamt im wahrsten Sinne des Wortes alle Ehre.“ Die Feuerwehrler hätten sich mit vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden eingebracht, um den Bau fertigzustellen. „Hier wurde Gemeinschafswesen gelebt und gemeinsam angepackt“, betonte Gatz. Die Kosten beliefen sich auf rund 179 000 Euro. Gefördert wurde der Bau mit Mitteln des Freistaates und des Landkreises mit 46 000 Euro. Die Anschaffung des neuen Fahrzeuges, das rund 45 000 Euro kostete, wurde durch den Feuerwehrverein mit einer Spende von 10 000 Euro unterstützt.
Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann beglückwünschte die Feuerwehr zur angebauten Fahrzeughalle und zum neuen Mannschaftstransportwagen. Die offizielle Inbetriebnahme bedeutete in erster Linie natürlich eine Verbesserung der Arbeitsgrundlage der Feuerwehr. Dies sei aber auch ein Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Bürger. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, brauchte man nicht erst Unwetterkatastrophen wie in jüngster Zeit. Wittmann versäumte es nicht, der Tiefenbacher Feuerwehr in diesem Zusammenhang für ihre Hilfe beim Hochwassereinsatz im Landkreis Landshut und darüber hinaus zu würdigen.
Kreisbrandrat Thomas Loibl lobte die Feuerwehren im Landkreis mit mehr als 6 500 Feuerwehrfrauen und -männern, die 365 Tage im Jahr ehrenamtlich im Einsatz sind. Jeder einzelne von ihnen habe diesen Dienst freiwillig auf sich genommen und zeige damit auf ein hohes Maß des viel gerühmten Bürgersinns. In einer Zeit des zunehmenden Anspruchsdenkens würden sie einen wohltuenden Gegenpol setzen, indem sie dem Gemeinwesen mehr geben als sie einfordern.
„Mit einem neuen Gebäude und Fahrzeug“, so Loibl, „ist immer auch ein hohes Maß an Verantwortung verbunden.“ Maschinisten müssten geschult werden und der effektive Einsatz des Fahrzeugs müsse geübt werden, damit sich im Ernstfall die Investition auch auszahlt. Auf der anderen Seite bringe ein neues Fahrzeug sicher auch Stolz und Motivation mit sich. Darüber hinaus erleichtere eine moderne Ausstattung, Nachwuchs für die Feuerwehr zu gewinnen.
Kreisbrandmeister und Kommandant Florian Baumann berichtete von der Baumaßnahme bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehranbaues. Einen maßgeblichen Anteil hatten die Kameraden der Feuerwehr Tiefenbach. So wurden unter anderem der Durchbruch zum alten Gerätehaus, die gesamte Elektrik, alle Wasseranschlüsse und vieles mehr in Eigenregie durchgeführt – 1 600 Stunden kostenfreie Eigenleistung wurden insgesamt verrichtet, um den Anbau fertigzustellen. Und nicht nur das, betonte Baumann: „Zuletzt wurde mit tatkräftiger Unterstützung des Glöckerlvereins auch unser Bestandsbau auf Vordermann gebracht. Hierfür wurden nochmals 800 Stunden in Eigenleistung aufgebracht.“ Für diese große Unterstützung dankte Baumann seinen Kameraden.
Abschließend überreichte der Vorsitzende Helmut Zehntner vom Glöckerlverein einen Scheck über 250 Euro an die Feuerwehrjugend. Nach dem Festakt hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, den Feuerwehranbau in Augenschein zu nehmen. Bei einem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen klang der Festakt aus.

Am Nachmittag fanden noch einige Schauübungen statt. Zudem gab es einen Infostand der Jugendfeuerwehr.

(Quelle: Landshuter Zeitung vom 16.06.2016)
(Bilder: Sandra Brieller)
